Ein Beitrag von unserem Mitglied Schulz & Kühnapfel:
Wir haben einen interessanten Pressebeitrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechechiert.
Die finanziellen Schäden durch Wohnungseinbrüche steigen demnach weiter deutlich an und erreichen 2025 einen neuen Höchstwert.
Besonders wichtig ist dabei weniger allein die absolute Fallzahl, sondern die Struktur des Täterverhaltens. Einbrüche finden zunehmend dort statt, wo sich offenbar vergleichsweise wenig Widerstand bietet. Gleichzeitig zeigt sich seit Jahren ein klarer Trend: Technische und mechanische Sicherungen führen dazu, dass viele Tatversuche bereits im Ansatz scheitern.
Für die Praxis bedeutet das jedoch auch eine unbequeme Entwicklung. Wenn gut gesicherte Objekte für Täter immer häufiger zum unattraktiven Ziel werden, verlagert sich die Aufmerksamkeit zwangsläufig auf schwächer geschützte Gebäude. Häuser und Wohnungen ohne zeitgemäßen Einbruchschutz geraten dadurch stärker in den Fokus.
Gerade Fenster und Türen sind häufigste Angriffspunkte und spielen deshalb eine entscheidende Rolle beim Einbruchschutz.
Damit ist diese Entwicklung für viele Eigentümer keine gute Nachricht. Sie zeigt aber auch, dass moderne Fenster- und Türsysteme sowie eine fachgerechte Sicherung einen wichtigen Beitrag leisten können, um Einbrecher abzuschrecken und Einbruchsversuche bereits im Ansatz scheitern zu lassen.
Gerade deshalb gewinnt präventiver Einbruchschutz weiter an Bedeutung – denn er entscheidet zunehmend darüber, ob ein Objekt überhaupt zum Ziel wird oder nicht.
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Hier nun der Originalbeitrag:
Wohnungseinbrüche: Schäden steigen auf 380 Millionen Euro
Die versicherten Schäden durch Wohnungseinbrüche sind 2025 auf 380 Millionen Euro gestiegen – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
„Die Versicherer zählten etwa 100.000 Fälle, rund 5.000 mehr als im Jahr zuvor. Der durchschnittliche Schaden pro Einbruch stieg um 200 Euro auf 3.850 Euro und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der Messung“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
Täter nutzen gezielt Schwachstellen
Einbrecher machen sich meist nicht viel Mühe, sondern suchen gezielt nach leicht zugänglichen und unzureichend gesicherten Wohnungen. Oft kommen dabei einfache Hilfsmittel wie Schraubenzieher zum Einsatz. Ein wirksamer Einbruchschutz kann hohe Schäden verhindern. Einbrecher nutzen gezielt Schwachstellen an Fenstern, vor allem an gekippten, sowie an Türen. Genau dort setzt wirksame Prävention an.
Bei Einbrüchen werden vor allem Gegenstände gestohlen, die sich leicht transportieren und weiterverkaufen lassen. Dazu gehören insbesondere Schmuck, Bargeld sowie kleinere elektronische Geräte wie Smartphones, Kameras oder Computerzubehör. Auch Unterhaltungselektronik wie Fernseher oder Spielkonsolen zählt zur typischen Beute.
Einbruch trifft Betroffene oft auch persönlich
Ein Einbruch verursacht nicht nur finanzielle Verluste. Viele Betroffene empfinden vor allem den Eingriff in die eigene Privatsphäre als belastend. Wohnungen werden häufig durchsucht, Schränke geöffnet und Räume in Unordnung hinterlassen. Das Gefühl von Sicherheit im eigenen Zuhause geht dabei oft verloren. Nach solchen Ereignissen wird das Wohnumfeld häufig kritischer beurteilt, und bestehende Sicherheitslücken treten deutlicher zutage. In der Folge überprüfen viele Haushalte ihre Sicherungsmaßnahmen und investieren in zusätzlichen Einbruchschutz.
Mechanischer Schutz ist entscheidend
Einbrecher suchen den schnellen Weg und scheitern oft: Knapp die Hälfte aller Einbruchsversuche bleibt laut Polizeilicher Kriminalstatistik im Versuchsstadium stecken, häufig weil die Sicherungstechnik standhält. Wer die richtigen Stellen sichert, schreckt die meisten Täter bereits ab. Elektronische Systeme können das sinnvoll ergänzen, ersetzen den mechanischen Grundschutz aber nicht.
Tipps für den Einbruchschutz
Der Einbau abschließbarer Griffe an Fenstern schützt gegen „Fensterbohrer“ oder bei Glasdurchbruch.
Balkon- und Terrassentüren lassen sich durch zusätzliche mechanische Verriegelungen besser absichern.
Bewegungsmelder können in Verbindung mit passender Beleuchtung im Eingangsbereich sowie an schlecht einsehbaren Stellen angebracht werden, um verdächtige Bewegungen schneller sichtbar zu machen.
Zeitschaltuhren können genutzt werden, um Beleuchtung bei Abwesenheit automatisch zu steuern und Anwesenheit zu simulieren.
Türen sollten beim Verlassen stets vollständig abgeschlossen werden, da einfach zugezogene Türen leichter überwunden werden können.
Sichtbare Hinweise auf längere Abwesenheit, etwa ein überfüllter Briefkasten, sollten vermieden werden.
Quelle: GDV Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.




